Warum ist ein Konto so wichtig?
Ein Leben ohne Konto ist zwar möglich, aber schwierig. Daher hat die EU entschieden, dass jeder Mensch ein Recht auf ein Konto hat.
Spätestens, wenn du deinen ersten Job hast, brauchst Du ein Konto. Eine Lohntüte, in der Arbeiter:innen früher am Ende der Woche ihr Geld bekommen haben, gibt’s längst nicht mehr. Deine Arbeitgeber:in überweist dir dein Gehalt oder deinen Lohn. Barzahlung ist nicht vorgesehen.
Auch für die erste eigene Wohnung brauchst Du ein Konto: Vermieter:innen akzeptieren heute kaum noch Barzahlung. Ebenso wenig Telefongesellschaften, Internetprovider, Energieversorger, Versicherungen und so weiter.
Wenn Du beispielsweise deine Handy-Rechnung zahlen musst, kannst du nicht zur Telefongesellschaft gehen und das Geld bar übergeben. Du musst die Rechnung überweisen. Wenn Du kein Konto hast, musst du den offenen Betrag am Bankschalter bar einzahlen. Dafür verrechnet die Bank relativ hohe Kosten. Nichts kostet es dich, wenn du das über ein Jugendkonto mit Internetbanking selbst erledigst.
EU-Beschluss: Jeder bekommt ein Konto
Seit 2016 hat jede Person mit Wohnsitz in der EU das Recht auf ein sogenanntes Basiskonto.
Früher hatten es manche Menschen schwer, ein Konto zu bekommen – zum Beispiel ohne festen Wohnsitz oder mit Schulden. Das Basiskonto stellt sicher, dass heute grundsätzlich jede:r Zugang zum Zahlungsverkehr hat.
In Deutschland sind Banken verpflichtet, ein solches Basiskonto anzubieten. Damit kannst du Geld empfangen, überweisen und bargeldlos bezahlen.
Das meiste Geld gibt’s nicht in bar
Der Großteil der Zahlungen wird heute bargeldlos durchgeführt. Dazu braucht man keine Münzen und Scheine mehr, sondern Buchgeld, auch Giralgeld genannt. Das ist Geld, das nur in den elektronischen Speichern der Geldinstitute existiert und auf verschiedene Konten gebucht wird. Daher braucht man auch ein Konto, um am modernen Zahlungsverkehr teilhaben zu können.







