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So kann man mit einer Aktie verdienen

Beispiel

Ein Unternehmen hat ein Grundkapital von 500 Millionen Euro und gibt 5 Millionen Stück Aktien heraus. Jede Aktie entspricht dann einem Anteil von 100 Euro am Grundkapital. Damit gehört den Aktionär:innen ein Bruchteil des Unternehmens. Sie werden Miteigentümer:innen.

So kann man mit einer Aktie verdienen

Steigender Kurs

Aktien werden an Börsen gehandelt. Wird eine Aktie an der Börse stark nachgefragt, dann steigt ihr Preis, also ihr Kurs. Das entspricht der Regel von Angebot und Nachfrage (dazu kannst Du mehr im Artikel ‚Wer macht die Preise?‚ lesen)

So kann man mit einer Aktie verdienen

Beispiel

Sagen wir, Du besitzt 100 Aktien der Erste Group Bank AG. Wenn die Dividende in einem Jahr 20 Eurocent beträgt, dann bekommst Du 100 x € 0,20 = € 20 für Dich.

So kann man mit einer Aktie verdienen

Dividende wird ausgeschüttet

Aktionär:innen sind an den Gewinnen ‚ihrer AG‘ beteiligt und bekommen üblicherweise einmal im Jahr eine so genannte Dividende gutgeschrieben. Wie hochdie ist, entscheidet die Hauptversammlung nach Vorschlägen des Vorstands, also der Chef:innen des Unternehmens.

So kann man mit einer Aktie verdienen

Beispiel

Du hast 100 Aktien der Erste Group Bank AG um 16,38 Euro pro Stück gekauft. Im Lauf der Zeit steigt der Kurs auf 22,17 Euro, und Du verkaufst Deine Aktien. Bezahlt hast Du 100 x € 16,38 = € 1.638. Beim Verkauf erhältst Du 100 x € 22,17 = € 2.217. Damit hast Du 579 Euro Gewinn gemacht.

So kann man mit einer Aktie verdienen

Steigender Kurs

Genauso kann der Kurs aber auch fallen. Das heißt, dass mehr Aktionär:innen ihre Aktien verkaufen wollen, als es Käufer:innen gibt. Der Kurs der Aktien fällt.

Dafür gibt es viele Gründe. Zum Beispiel kann eine teure Innovation floppen. Oder die Konkurrenz kommt mit einem besseren Produkt auf den Markt. Rohstoffe, allem voran Öl, können teurer werden, so dass sich die Produktion nicht mehr so gut rentiert wie früher.

Auch politische Entwicklungen und Konjunkturprognosen, Wechselkurse und Zinsen, Trends und Brancheninformationen und natürlich die Unternehmensstrategie können den Kurs einer Aktie beeinflussen.

So kann man mit einer Aktie verdienen

Wissen hilft

100-prozentig kann man einen Unternehmenserfolg zwar nicht vorhersagen, aber Wissen hilft. Wer in Aktien investiert, muss auf dem Laufenden bleiben und die verfügbaren Informationen so gut es geht interpretieren. Aber selbst dann muss einem bewusst sein, dass der Handel mit Aktien von Menschen durchgeführt wird. Und diese reagieren nun mal nicht immer so wie man das gerne hätte. Es bleibt daher die Erkenntnis, dass das Spiel mit Aktien genau ein solches ist, ein Glücksspiel.

 Wer bestimmt, wie viel Geld es gibt?

Es gibt wesentlich mehr Geld auf der Welt, als Münzen und Scheine zusammengezählt. Hä? Wie kann denn das sein?

Lizenz zum Gelddrucken

In Deutschland – wie in allen Ländern der Eurozone – bestimmt die Europäische Zentralbank (EZB), wie viele Euro-Scheine und -Münzen insgesamt in Umlauf gebracht werden.

Die nationalen Zentralbanken, wie die Deutsche Bundesbank, drucken die Banknoten. Die Münzen werden von staatlichen Stellen geprägt.

Das war nicht immer so: Erst im 19. Jahrhundert wurde das Recht, Geld zu drucken, zentralen Banken übertragen. Seit 1998 ist die EZB die gemeinsame Zentralbank der Eurozone und arbeitet eng mit den nationalen Zentralbanken zusammen.

Ende 2021 waren laut EZB rund 1,58 Billionen Euro in Form von Bargeld im Umlauf. Das klingt viel – ist aber nur ein kleiner Teil der gesamten Geldmenge.

Von M0 bis M3

Das Bargeld, das in Umlauf ist, bildet die Geldbasis, von Profis ‚M0‘ genannt (M steht für ‚money‘, Englisch für Geld). Zur Geldbasis M0 gehört auch das Zentralbankgeld, das die ’normalen‘ Banken (Geschäftsbanken) bei der EZB beispielsweise als Mindestreserve hinterlegen müssen. M0 ist die kleinste von vier Gruppen: M0, M1, M2 und M3.

Zur nächsten Stufe – M1 – zählen alle Sichteinlagen und das Bargeld von Nichtbanken. Nichtbanken sind zum Beispiel wir: Du, deine Familie (also Privathaushalte), aber auch Unternehmen und der Staat. Sichteinlagen sind Kontoguthaben, die jederzeit fällig sind (heißt: man kann sie jederzeit abheben bzw. verbrauchen). Hast du beispielsweise 50 Euro auf dem Konto (Sichteinlage!), zählen diese 50 Euro zur Geldmenge M1, aber nicht zu M0, weil du ja deine 50 Euro nicht im Portemonnaie hast. Zu M1 gehören im Gegensatz zu M0 auch nicht das Zentralbankgeld und das Bargeld, das in den Tresoren der Geschäftsbanken liegt.

Das meiste Geld gibt’s nur auf Konten

Der größte Teil des Geldes existiert gar nicht in bar. Wir bekommen unser Gehalt aufs Konto, bezahlen Miete und Rechnungen digital und zahlen oft kontaktlos im Supermarkt.

Dieses Geld nennt man Giralgeld oder Buchgeld.

Deshalb ist die Geldmenge M1 deutlich größer als das Bargeld. In der Eurozone umfasst sie viele Billionen Euro.

M2 umfasst M1 plus Sparguthaben mit kurzer Laufzeit.

M3 umfasst zusätzlich noch bestimmte Wertpapiere und weitere Geldanlagen. Diese Geldmenge ist am größten und wird oft genutzt, um die Geldentwicklung insgesamt zu beurteilen.

Wie viel Geld es gibt, hängt auch von Privatpersonen ab

Die Geldmenge M3 wächst mit jedem Kredit, den man bei einer Bank aufnimmt. Der Grund: Das verliehene (Giral-)Geld wird zwei Mal verbucht. Ein Beispiel: Ein Mann bekommt von der Bank einen Kredit über 200.000 Euro und hat diesen Betrag dann auf dem Konto. Die Bank hat zugleich aber eine Forderung von 200.000 Euro (plus Zinsen) in ihren Büchern stehen. Dadurch wächst M3 um 200.000 Euro an, bis der Mann den Kredit wieder zurückgezahlt hat.

Kompliziert? Das ist verständlich, denn Geldschöpfung ist ein Kapitel für sich. Lies mehr in Kredite: Es werde Geld!

Eurozone

Zur Eurozone gehören 19 der insgesamt 27 EU-Staaten, deren gesetzliche Währung der Euro ist. Diese Länder sind: Belgien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Österreich, Portugal, die Slowakei, Slowenien, Spanien und die Republik Zypern.

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Eine Aktie ist ein ganz kleiner Teil einer großen Firma. Wenn du Aktien kaufst, investierst du in ein Unternehmen. Wer eine Aktie besitzt, dem gehört ein Bruchteil einer Aktiengesellschaft (AG).
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